Einsatzgebiet
Rückstauschutz in Ludwigsburg
Ludwigsburg gehört zu den Städten, die das Thema Rückstau nicht nur in der Satzung abhandeln, sondern ihren Bürgerinnen und Bürgern auch direkt eine technische Empfehlung geben. Das macht die Lage hier ungewöhnlich klar.
Diese Seite gibt einen fachlichen Überblick und zitiert städtische Veröffentlichungen. Sie ersetzt keine Rechtsberatung und keine Auskunft der Stadtentwässerung.
Die Empfehlung der Stadt im Wortlaut
Auf der Seite zur Starkregen-Vorsorge schreibt die Stadt Ludwigsburg:
„Um einen Rückstau aus dem Kanalnetz zu unterbinden, ist eine Rückschlagklappe notwendig.“
Bemerkenswert ist der zweite Halbsatz. Die Stadt nennt nicht nur das Bauteil, sondern gleich die Bedingung, unter der es überhaupt etwas nützt: die regelmäßige Funktionsprüfung. Genau daran scheitert der Schutz in der Praxis am häufigsten – eine Klappe, die seit Jahren niemand geöffnet hat, ist keine Sicherung, sondern eine Annahme. Was bei einer Prüfung tatsächlich angeschaut wird, steht unter Wartung und Funktionsprüfung.
Was die Abwassersatzung dazu sagt
Die verbindliche Grundlage ist die Abwassersatzung der Stadt Ludwigsburg. Der einschlägige Paragraf heißt dort „Abscheider, Hebeanlagen, Pumpen, Zerkleinerungsgeräte, Rückstausicherung, Außerbetriebsetzung von Kleinkläranlagen“; der Rückstauteil steht in Absatz 4:
„Abwasseraufnahmeeinrichtungen der Grundstücksentwässerungsanlagen, insbesondere Toiletten mit Wasserspülung, Bodenabläufe, Spülen, Waschbecken, die tiefer als die Straßenoberfläche an der Anschlussstelle der Grundstücksentwässerung (Rückstauebene) liegen, müssen vom Grundstückseigentümer auf seine Kosten gegen Rückstau gesichert werden.“
Die Satzung verlangt zusätzlich, dass der Prüfschacht auf dem privaten Grundstück „bis auf Rückstauebene … wasserdicht“ ausgeführt ist (§ 16 Abs. 3). Das ist kein Nebensatz: Ein undichter Schacht macht die beste Klappe im Haus wirkungslos, weil das Wasser dann außen herum kommt.
Starkregen und Kanalrückstau sind nicht dasselbe
Die Stadt lässt Starkregengefahrenkarten erstellen; für den Stadtteil Pflugfelden liegt das Konzept vor und wurde im Mai 2023 vorgestellt. Solche Karten zeigen, wo Wasser oberflächlich abläuft und sich sammelt – über Straßen, Hänge und Senken.
Kanalrückstau ist ein anderer Vorgang: Dabei steigt der Wasserstand im Abwasserkanal so weit an, dass Abwasser durch die Hausleitung zurück in tiefliegende Ablaufstellen gedrückt wird. Starkregen ist eine häufige Ursache dafür, aber Rückstau kann auch bei trockenem Wetter entstehen, etwa bei einer Verstopfung im Kanal.
Für die Vorsorge heißt das: Eine Starkregenkarte beantwortet die Frage nach dem Rückstauschutz nicht. Sie ist trotzdem nützlich, weil sie zeigt, ob zusätzlich Oberflächenwasser an Lichtschächten und Kellerabgängen zu erwarten ist. Beide Fragen gehören getrennt betrachtet und beide gehören beantwortet.
Was wir in Ludwigsburg tun
Wir fahren von unserem Sitz in Marbach am Neckar aus nach Ludwigsburg. Eine eigene Niederlassung unterhalten wir dort nicht. Vor Ort klären wir dieselben drei Fragen wie überall: welche Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene liegen, welche Sicherung dazu passt und ob eine vorhandene Anlage noch funktioniert. Ob es am Ende ein Rückstauverschluss, eine Hebeanlage oder eine Hybrid-Hebeanlage wird, entscheidet die Situation im Haus, nicht der Katalog.
Erste Einschätzung für Ihr Gebäude
Schicken Sie uns einige Angaben zu Ihrem Haus und, wenn vorhanden, Fotos oder Entwässerungspläne. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung zurück. Der digitale Rückstau-Check ist kostenlos und unverbindlich.
Fragen vorab? 07144 1308415, Mo–Do 7–17 Uhr · Fr 7–13 Uhr.