Für Hauseigentümer
Rückstauschutz für das Einfamilienhaus
Im Einfamilienhaus entscheidet sich die Frage meistens im Untergeschoss. Dort stehen Waschmaschine und Heizung, dort liegt der Bodenablauf, dort ist aus dem Kellerraum irgendwann ein Hobbyraum mit Dusche geworden. Genau diese Stellen sind es, die bei vollem Kanal zum Eintrittspunkt werden.
Diese Stellen prüfen wir im Haus
- Bodenablauf in Wasch-, Heizungs- oder Lagerraum
- Keller-WC und Dusche, auch wenn sie selten benutzt werden
- Waschbecken und Waschmaschinenanschluss
- Kellertreppe und Lichtschacht, wenn dort ein Ablauf liegt
- Einliegerwohnung oder Kellerwohnung mit eigener Entwässerung
Entscheidend ist nicht, wie oft eine Stelle benutzt wird, sondern ob sie unterhalb der maßgebenden Rückstauebene liegt.
Die Nutzung entscheidet über die Technik
Ein Bodenablauf im Lagerraum und ein Keller-WC in einer bewohnten Einliegerwohnung führen zu unterschiedlichen Lösungen. Die Frage lautet immer: Können Sie während eines Rückstaus auf diese Ablaufstelle verzichten?
Ja, für einige Stunden verzichtbar. Dann kommt ein Rückstauverschluss infrage, sofern die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind: Gefälle zum Kanal, untergeordnete Nutzung, kleiner Benutzerkreis und ein verfügbares WC oberhalb der Rückstauebene.
Nein, muss weiter funktionieren. Dann führt der Weg zu einer Hebeanlage oder einer Hybridlösung, die auch während eines Rückstaus entwässert. Den Vergleich finden Sie unter Rückstauverschluss oder Hebeanlage.
Häufig ändert sich die Antwort mit den Jahren. Aus dem Abstellraum wird ein Gästezimmer, aus dem Kellerbad die zweite Dusche der Familie. Wenn bereits eine Anlage vorhanden ist, gehört diese Frage in die regelmäßige Prüfung.
Neubau oder Bestand
Im Neubau lässt sich der Schutz von Anfang an einplanen, solange die Leitungen offen liegen. Im Bestand hängt der Aufwand davon ab, wie die Leitung erreichbar ist: freiliegend, über einen Revisionsschacht oder nur über die Bodenplatte. Was das praktisch bedeutet, steht unter Rückstausicherung nachrüsten.
Häufige Fragen aus Einfamilienhäusern
Braucht ein Einfamilienhaus überhaupt Rückstauschutz?
Relevant wird es, wenn Ablaufstellen unterhalb der maßgebenden Rückstauebene liegen, meist im Keller. Ob und welche Lösung sinnvoll ist, klären wir anhand der konkreten Situation.
Was gilt bei einer Einliegerwohnung im Keller?
Auf Ablaufstellen, die dauerhaft genutzt werden, kann während eines Rückstaus in der Regel nicht verzichtet werden. Dann kommt eine Lösung infrage, die weiter entwässert.
Unser Keller ist trocken. Reicht das als Nachweis?
Nein. Rückstau entsteht nicht regelmäßig, sondern wenn der Kanal an seine Grenze kommt. Dass bisher nichts passiert ist, sagt nichts über den Schutz aus.
Wir sehen uns Ihr Haus an
Schicken Sie uns einige Angaben zu Ihrem Gebäude sowie – wenn vorhanden – Fotos oder Entwässerungspläne. Wir prüfen die Informationen zunächst unverbindlich und melden uns mit einer ersten Einschätzung. Falls für eine zuverlässige Beurteilung ein Termin vor Ort notwendig ist, stimmen wir den Umfang und mögliche Kosten vorher transparent mit Ihnen ab.
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