KESSEL-Einbaupartner

Bestandsgebäude

Rückstausicherung nachrüsten

Viele Häuser in Marbach am Neckar, Landkreis Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis und Umgebung sind gebaut worden, als Starkregen seltener war. Läuft der öffentliche Kanal voll, sucht sich das Abwasser den nächsten tiefer gelegenen Weg – und der führt über die Ablaufstellen im Keller zurück ins Gebäude. Eine Rückstausicherung lässt sich in vielen Bestandsgebäuden nachrüsten. Wie aufwendig das wird, entscheidet sich an der Einbausituation, nicht am Produkt.

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Was vor der Nachrüstung geprüft wird

Ohne diese vier Punkte lässt sich keine seriöse Empfehlung geben. Sie sind der Grund, warum es für Rückstauschutz keine Ferndiagnose gibt.

  • Lage der Rückstauebene. Bis zu welcher Höhe sich Abwasser im Kanal zurückstauen kann, wird örtlich festgelegt. Erst dadurch steht fest, welche Ablaufstellen überhaupt gefährdet sind.
  • Art des Abwassers. Fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Abwasser werden unterschiedlich gesichert.
  • Nutzung der Räume. Entscheidend ist, ob auf die Ablaufstellen während eines Rückstaus verzichtet werden kann oder ob weiter entwässert werden muss.
  • Leitungsführung und Zugänglichkeit. Eine freiliegende Leitung, ein vorhandener Revisionsschacht oder der Einbau in die Bodenplatte bedeuten sehr unterschiedlichen Aufwand.

Diese Prüfung beginnt mit dem kostenlosen digitalen Keller-Check. Sie schicken uns Ihre Angaben und, wenn vorhanden, Fotos oder einen Entwässerungsplan. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.

MBK-Monteur mit Inspektionskamera an einer Abwasserleitung
Vor der Planung steht die Bestandsaufnahme: Wie verläuft die Leitung, wo ist sie erreichbar, in welchem Zustand ist sie.

Welche Lösung beim Nachrüsten infrage kommt

Rückstauverschluss

Für Ablaufstellen unterhalb der maßgebenden Rückstauebene, auf deren Nutzung während eines Rückstaus verzichtet werden kann. Voraussetzung sind unter anderem ein Gefälle zum Kanal, eine untergeordnete Nutzung, ein kleiner Benutzerkreis und ein verfügbares WC oberhalb der Rückstauebene. Bei Rückstau schließt die Verschlusseinrichtung; abhängig von Abwasserart und Ausführung arbeitet das System mechanisch oder motorisch. Während des Rückstaus sind die gesicherten Ablaufstellen grundsätzlich nicht normal nutzbar.

Hebeanlage

Für Räume, auf deren Ablaufstellen nicht verzichtet werden kann, etwa ein Keller-WC, eine Einliegerwohnung oder gewerbliche Nutzung, auch bei fäkalienhaltigem Abwasser. Das Abwasser wird über eine Rückstauschleife entwässert, je nach Auslegung auch während einer Rückstausituation. Die Anlage braucht Strom und Wartung nach Herstellervorgaben.

Hybridlösung

Kombiniert beide Prinzipien für Situationen, in denen im Normalbetrieb das vorhandene Gefälle genutzt und während eines Rückstaus weiter entwässert werden soll. Ob das sinnvoll ist, ergibt sich aus der Einbausituation.

Die einzelnen Systeme mit Abbildungen finden Sie im Lösungsvergleich auf der Startseite. Wir arbeiten mit Systemtechnik von KESSEL und sind KESSEL-Einbaupartner.

So läuft die Nachrüstung ab

  1. Digitaler Keller-Check. Kostenlos und unverbindlich, mit Ihren Angaben und optional Fotos oder Plänen.
  2. Erste Einschätzung. Wir melden uns über den von Ihnen gewünschten Weg und besprechen, was wir sehen.
  3. Technische Prüfung vor Ort. Wenn eine zuverlässige Beurteilung nur vor Ort möglich ist. Umfang und mögliche Kosten stimmen wir vorher transparent mit Ihnen ab.
  4. Planung und Angebot. Nachvollziehbar, mit allen Positionen.
  5. Einbau. Durch unsere eigenen Monteure, mit Einweisung in die Anlage.
  6. Funktionsprüfung und Wartung. Nach den Vorgaben des Herstellers, auf Wunsch dokumentiert durch uns.

Was das im Einzelfall kostet und wovon es abhängt, steht auf der Seite Was kostet Rückstauschutz?

Was Sie vorbereiten können

Je mehr wir vorab sehen, desto genauer wird die erste Einschätzung. Hilfreich sind Fotos der Ablaufstellen im Keller, Fotos einer bereits vorhandenen Sicherung, der Entwässerungsplan des Gebäudes, falls vorhanden, und die Information, ob es schon einmal Wasser im Keller gab. Alles davon können Sie im Keller-Check direkt hochladen.

Sie haben die Unterlagen nicht zur Hand? Das ist kein Hindernis. Rufen Sie uns an: 07144 1308415, Mo–Do 7–17 Uhr · Fr 7–13 Uhr.

Häufige Fragen zur Nachrüstung

Lässt sich eine Rückstausicherung im Altbau nachrüsten?

In vielen Bestandsgebäuden ja. Wie aufwendig es wird, hängt von der Leitungsführung und der Einbausituation ab: eine zugängliche Leitung, ein vorhandener Revisionsschacht oder der Einbau in die Bodenplatte führen zu sehr unterschiedlichem Aufwand. Genau das wird vor der Planung geprüft.

Woher weiß ich, welche Ablaufstellen geschützt werden müssen?

Betroffen sind Ablaufstellen unterhalb der maßgebenden Rückstauebene, meist im Keller: Bodenablauf, WC, Dusche, Waschbecken oder Waschmaschinenanschluss. Wo die Rückstauebene am Gebäude liegt, wird örtlich festgelegt und bei der Prüfung geklärt.

Reicht eine Rückstauklappe für jedes Haus?

Nein. Die Auswahl hängt unter anderem von der Abwasserart, dem Gefälle zum Kanal, der Nutzung der Räume und davon ab, ob während eines Rückstaus weiter entwässert werden muss. Deshalb steht am Anfang die Prüfung und nicht das Produkt.

Weitere Fragen und Antworten stehen in den häufigen Fragen.

Lassen Sie Ihre Situation prüfen

Schicken Sie uns einige Angaben zu Ihrem Gebäude sowie – wenn vorhanden – Fotos oder Entwässerungspläne. Wir prüfen die Informationen zunächst unverbindlich und melden uns mit einer ersten Einschätzung. Falls für eine zuverlässige Beurteilung ein Termin vor Ort notwendig ist, stimmen wir den Umfang und mögliche Kosten vorher transparent mit Ihnen ab.

Kostenlosen Keller-Check starten

Der digitale Keller-Check ersetzt keine technische Prüfung vor Ort und stellt keine verbindliche Planung oder Freigabe dar.

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